Auf den ersten Blick scheint die Ausleuchtung eines Museums sehr komplex. Die Frage ist, wie kann ein Licht so flexibel sein, dass es über mehrere Meter fokussiert ankommt. Gleichzeitig beliebig ausgerichtet werden kann. Bei der Lichtplanung ist es nicht möglich, von vornherein auf die unterschiedlichen Ausstellungen Rücksicht zu nehmen.
Es gibt so viele Arten von Licht im Architekturkontext. In diesem Blatt geht es um das gerichtete direkte Licht. Exemplarisch an der Ausleuchtung des Porsche Museums in Stuttgart. Das Licht besteht ununterbrochen aus 275 Vertiefungen, in denen Schienen angebracht wurden. In den Schienen können Strahler flexibel angeordnet werden. Für die maximale Flexibilität werden sie über das DMX-Protokoll angesteuert. Sie sind in der Neigung und in der Positionierung auf der Schiene flexibel. Dazu bieten sie die Möglichkeit, den Lichtkegel über ein Linsenelement zu fokussieren. Ähnlich dem Zoom bei einer Kamera.

Licht sorgt für Kontext. Ich finde, in dem Museum sieht man sehr schön, wie bewusst Elemente hervorgehoben werden. Dort, wo Licht ist, schauen wir hin.
Neben den Exponaten ist dies auch bei Hinweisen nützlich. Das Licht ist hell und gerichtet, im privaten Umfeld meiner Meinung nach eher für Küchen und Arbeitsflächen geeignet. Richtig ausgerichtet könnte es auch eine Bildergalerie oder einzelne architektonische Elemente in einem Haus oder einer Wohnung hervorheben.
